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Presence Paper · 31 Seiten · kostenfrei

Open Mindset — Haltung vor Technik

Die meiste Arbeit an Wirkung dreht sich um Technik: Struktur, Stimme, Folien, Tempo. Das hilft — bis zu dem Punkt, an dem etwas anderes entscheidet. Nämlich die Haltung, mit der du in den Raum gehst. Warum sprichst du in genau diesem Moment schneller? Warum erklärst du dich, obwohl niemand widersprochen hat? Diese Fragen beantwortet keine Technik.

Ohne Anmeldung, ohne Newsletter — direkt als PDF

Presence Paper Open Mindset — Titelseite
Muster statt MethodenDu erkennst, was hinter deinem Auftritt arbeitet — und warum Technik allein dort aufhört
Klarheit über das FormatDu weißt, was im Mindset-Call und am Presence Day passiert — und warum es dort keine Agenda gibt
Übungen für den AlltagSechzehn Impulse, zwei Arbeitsblätter und ein Sieben-Tage-Plan ohne Vorbereitung

Drei Zahlen aus dem Paper

Selbstwahrnehmung braucht Pausen — der Arbeitstag liefert Taktung

In getakteter Zeit läuft alles, was du nicht bewusst steuerst, einfach weiter — unbemerkt und zuverlässig. Du reagierst, statt zu entscheiden, und greifst auf das zurück, was schnell verfügbar ist: gewohnte Sätze, gewohnte Rollen, gewohnte Reaktionen.

Unterbrechungen275So oft kommt an einem Arbeitstag etwas dazwischen — im Schnitt alle zwei Minuten etwas Neues.
Chat-Nachrichten153Pro Tag. Jede davon verlangt eine Mikroentscheidung, und keine davon lässt Raum für Selbstbeobachtung.
E-Mails117Pro Tag. Taktung ist nicht das Gegenteil von Arbeit — sie ist das Gegenteil von Pause.
Der Unterschied, um den es geht
  • Ein Muster, das du kennst, kannst du einsetzen oder lassen.
  • Ein Muster, das du nicht kennst, setzt dich ein.
  • Muster sind nicht dein Problem — sie sind deine Abkürzung. Zum Problem werden sie erst, wenn du sie nicht mehr wählen kannst.

Microsoft Work Trend Index 2025, Auswertung anonymisierter Nutzungsdaten aus Microsoft 365. Alle drei Werte beziehen sich auf durchschnittliche Wissensarbeit, nicht auf Führungskräfte im Besonderen.

Die Abgrenzung

Mindset ist ein abgenutztes Wort

Es klebt an Kalendersprüchen und an der Idee, man müsse nur fest genug an sich glauben. Damit hat diese Arbeit nichts zu tun. Was bleibt, ist unspektakulär und wirksam: Du schaust dir an, welche Überzeugungen deine Reaktionen steuern, prüfst, ob sie noch stimmen, und probierst im geschützten Rahmen etwas anderes aus.

Abgrenzung 01Keine TechnikTechnik beantwortet die Frage, wie du etwas tust. Haltung beantwortet die Frage, wofür. Beides brauchst du — aber die zweite Frage lässt sich nicht mit einer Methode abkürzen.
Abgrenzung 02Keine TherapieWir arbeiten an dem, was heute in deinem Beruf wirkt. Wir behandeln nicht und diagnostizieren nicht. Wo eine Grenze erreicht ist, sagen wir das.
Abgrenzung 03Kein CharaktertestEs gibt keinen Typ, der offen ist, und keinen, der es nicht ist. Es gibt Situationen, in denen du offen bist, und Situationen, in denen du zumachst.
Die beiden Grundhaltungen

Fixed Mindset heißt: Ich bin, wie ich bin. Fähigkeiten gelten als feste Größe, jede Rückmeldung wird zum Urteil über die Person — und muss abgewehrt werden. Open Mindset heißt: Ich bin noch nicht fertig. Fähigkeiten gelten als veränderbar, Rückmeldung wird zu Information — und kann nützen, auch wenn sie unangenehm ist.

Für wen das Paper gemacht ist

  • Fach- und Führungskräfte, die Technik trainiert haben und merken, dass sie unter Druck abfällt
  • Wer wissen will, was im Mindset-Call und am Presence Day tatsächlich passiert — und warum es dort keine Agenda gibt
  • Alle, die sich fragen, warum der wichtigste Satz regelmäßig der leiseste wird
  • Menschen, die viel wissen und wenig Räume haben, in denen sie ausprobieren können, wie sie wirken

Wo unsere Arbeit endet

  • Wir sind Coaches, keine Ärztinnen und keine Therapeuten. Wir diagnostizieren nicht, behandeln nicht und versprechen keine Heilung
  • Anhaltende psychische Belastung, Erkrankungen und Krisen gehören in einen anderen Raum. Wenn wir so etwas wahrnehmen, sprechen wir es an
  • Woran du es merkst: das Thema bleibt über Monate unverändert, betrifft auch Schlaf, Nähe und Erholung — und Gespräche darüber machen es schlechter statt klarer
  • Dann führt der direkte Weg über die hausärztliche oder eine psychotherapeutische Praxis. Das ist kein Umweg

Das Modell

Öffnen, Sehen, Übertragen

Drei Schritte, die aufeinander aufbauen und sich nicht tauschen lassen. Wer beim dritten anfängt, trainiert Verhalten, das spätestens unter Druck wieder abfällt. Es sind keine Phasen mit Enddatum — du wirst sie mehrfach durchlaufen, bei jedem neuen Thema von vorn, nur schneller.

BereitschaftAuftritt
  1. 01ÖffnenHältst du es für möglich?Du lässt zu, dass es etwas geben könnte, das du nicht siehst. Das klingt klein und ist die größte Hürde des ganzen Weges. Ohne diesen Schritt bleibt jeder weitere Termin ein Termin, den du absitzt.
  2. 02SehenKannst du einen Satz benennen?Du bekommst Sprache für das, was bisher ohne Worte lief: für Glaubenssätze, Prägungen, Beziehungsmuster und Werte, die unter Druck miteinander in Konflikt geraten.
  3. 03ÜbertragenHast du etwas ausprobiert?Du übersetzt die Erkenntnis in Verhalten — in kleinen Experimenten, im echten Raum, mit Rückmeldung. Erst hier wird aus Einsicht Wirkung.
Deine ersten sieben Tage
  • Tag 1Fünf Minuten ohne Ziel schreiben. Was gerade laut ist — ungeordnet, ohne Überschrift
  • Tag 2Modus-Check: dreimal fragen, ob du gewinnen oder verstehen willst. Nur das Wort notieren
  • Tag 3Einen Beitrag sagen und danach aufhören. Zwei Sekunden Stille aushalten
  • Tag 4Drei Menschen fragen, was du tust, ohne es zu bemerken. Nur zuhören, nicht diskutieren
  • Tag 5Einen Glaubenssatz aufschreiben und prüfen, was er dich in dieser Woche gekostet hat
  • Tag 6Ein Experiment formulieren: In ___ werde ich ___ tun. In den Kalender eintragen
  • Tag 7Zehn Minuten Rückblick: Was war neu, was war alt, was nimmst du mit
Drei Regeln für diese Woche

Kurz vor Feierabend statt am Morgen, da ist die Situation noch frisch. Schriftlich statt im Kopf — Gedachtes verschwindet, Geschriebenes bleibt prüfbar. Und ohne Bewertung: Du sammelst Material, du beurteilst dich nicht.

Wenn du hängen bleibst

Dann hast du dein Thema gefunden. Bring genau diese Stelle mit — nicht die sechs Tage, die funktioniert haben. Fällt ein Tag aus, machst du am nächsten weiter, nicht doppelt. Das ist bereits die erste Übung im Umgang mit Rückfall.

Rückfall ist kein Rückschritt

Zuerst merkst du es hinterher. Dann mittendrin. Dann vorher. Mehr braucht es nicht.

Was dich erwartet

31 Seiten — sechzehn Impulse in drei Schritten

Dazu zwei Arbeitsblätter und ein Sieben-Tage-Plan, den du ohne Vorbereitung starten kannst. Du kannst die Seiten der Reihe nach lesen — oder mit der Seite anfangen, bei der du innerlich kurz widersprichst.

  • 06Zwei Modi, kein Typ
  • 07Der Beweismodus
  • 08Warum es keine Agenda gibt
  • 09Was im Mindset-Call passiert
  • 10Womit ein Call beginnt
  • 11Arbeitsblatt: Vorbereitung ohne Agenda
  • 12Der blinde Fleck
  • 13Sätze, die vor dir sprechen
  • 14Woher die Sätze kommen
  • 15Autorität im Raum
  • 16Werte unter Druck
  • 17Unter jedem Symptom liegt eine Haltung
  • 18Arbeitsblatt: Dein Musterprotokoll
  • 19Vom Erkennen zum Experiment
  • 20Der Presence Day
  • 21Zwei Formate, eine Linie
  • 22Rückfall gehört dazu
  • 23Drei, sechs, zwölf Monate
  • 24Wo Coaching aufhört
  • 25Eine typische Szene
  • 26Deine ersten sieben Tage
  • 27Der Check
  • 28Was bleibt
  • 29Über NEOP
  • 30Drei Wege, weiterzugehen
  • 31Kontakt und Erstgespräch

So arbeitest du mit dem Paper

HeuteFünf Minuten ohne Ziel schreiben: Was gerade laut ist — ungeordnet, ohne Überschrift, ohne Ergebnisanspruch.
Diese WocheSieben Tage, sieben Schritte. Kurz vor Feierabend, schriftlich, ohne Bewertung.
Dieser MonatEin Experiment mit Ort und Termin — und eine Person, die dir ehrlich zurückmeldet, was ankommt.
Blick ins Paper
Blick ins Paper — TitelseiteBlick ins Paper — Innenseite 1Blick ins Paper — Innenseite 2

Fragen zu Haltung und Mustern

Was Menschen fragen, bevor sie ihren blinden Fleck ansehen

Antworten aus den Mindset-Calls — auch wenn du das Paper nie herunterlädst.

Die Haltung, dass Fähigkeiten veränderbar sind — ich bin noch nicht fertig. Rückmeldung wird damit zu Information statt zu einem Urteil über deine Person, und kann nützen, auch wenn sie unangenehm ist. Es gibt dabei keinen Typ, der offen ist, und keinen, der es nicht ist. Es gibt Situationen, in denen du offen bist, und Situationen, in denen du zumachst.

Im Fixed Mindset gilt Können als feste Größe. Jede Kritik trifft damit die Person und muss abgewehrt werden. Im Open Mindset gilt Können als veränderbar, also ist Kritik Material. Praktisch erkennst du den Unterschied an einer Frage mitten in der Situation: Will ich hier gerade gewinnen oder verstehen?

Drei Bewegungen, nicht getaktet und nicht angekündigt. Ankommen: Du erzählst, was gerade da ist — oft ist die erste Minute die ehrlichste des Termins. Aufmachen: Wir gehen einem Punkt nach, der Energie hat, meist erkennbar an deiner Stimme, nicht an deinen Worten. Mitnehmen: Am Ende steht kein Protokoll, sondern ein Satz oder ein Experiment für die Tage danach.

Weil eine Tagesordnung voraussetzt, dass man vorher weiß, worum es geht. Im Mindset-Call weißt du das nicht — wüsstest du es, wäre es kein blinder Fleck. Wer auf eine Agenda wartet, bleibt in genau dem Modus, der das Problem mitgebracht hat. Und wenn dir vor dem Termin nichts einfällt, ist das dein erster Satz. Auch das ist ein Anfang.

Eine Regel, die du irgendwann übernommen und nie wieder geprüft hast. Du erkennst sie nicht am Inhalt, sondern am Tempo: Sie kommt ohne Nachdenken, fühlt sich an wie gesunder Menschenverstand und duldet keine Ausnahme. Sätze mit immer, nie und man sind die verlässlichsten Fundorte. Typisch: Ich muss es mir verdienen. Wenn ich klar bin, verliere ich Menschen.

Der Bereich, den andere an dir sehen und du selbst nicht. Das ist keine Schwäche, sondern Bauart — nur entsteht genau dort deine Wirkung. Heben lässt er sich nicht allein: Frag drei Menschen, die dich beruflich erleben, was du in Gesprächen tust, ohne es zu bemerken. Bedanke dich für die Antwort, diskutiere sie nicht, und notiere nur, was doppelt vorkommt.

Weil Wirkung zwischen dir und den Menschen vor dir entsteht, nicht in dir allein. Drei Muster sind häufig: das Publikum als Prüfungskommission, die eine skeptische Person, die über deine Sicherheit entscheidet, und die Rolle vor der Person. Was hilft, ist nicht mehr Selbstbewusstsein, sondern ein anderer Auftrag: Ich bin hier, um ___ — kein Adjektiv über dich, nur Nutzen für andere.

Werte zeigen sich nicht, wenn alles läuft, sondern wenn zwei gleichzeitig Recht haben wollen — Harmonie gegen Klarheit, Loyalität gegen Ehrlichkeit, Sicherheit gegen Wachstum. Genau dort entsteht das Zögern, das andere als Unsicherheit lesen. Benenne die beiden Werte und leg eine Rangfolge für diese eine Situation fest. Nicht für immer. Wer den Preis kennt, zögert weniger.

Weil sie an Worten und Verhalten ansetzen, während der Satz darunter alt bleibt. Zu schnelles Sprechen heißt oft: Ich muss fertig werden, bevor jemand abschaltet. Ablesen statt Sprechen heißt: Wenn ich frei rede, verliere ich die Kontrolle. Die linke Spalte lässt sich trainieren, die rechte nicht — sobald der Druck steigt, gewinnt der Satz.

Nach dem Bauplan: In ___ werde ich ___ tun. Drei Bedingungen. Klein: Wenn es dich überwindet, ist es zu groß. Terminiert: ein konkreter Termin in den nächsten sieben Tagen. Beobachtbar: Jemand könnte von außen sagen, ob du es getan hast. Ein guter Vorsatz hält bis zum nächsten stressigen Dienstag — ein Experiment hat einen Ort und ein Datum.

Nichts dagegen — Ärger kostet Energie und liefert keine Information. Unter Druck greift dein System auf das Schnellste zurück, und das Schnellste ist immer das Älteste. Hilfreich ist eine nüchterne Frage: Was war unmittelbar davor? Notiere den Auslöser — die Bemerkung, den Blick, die Frage. Nach drei bis vier Einträgen kannst du ihn kommen sehen.

Monate, nicht Termine. Nach etwa drei Monaten erkennst du dein Muster und probierst bewusst etwas anderes, die Automatik ist noch da. Nach sechs Monaten hält das neue Verhalten auch in schwierigen Situationen. Nach zwölf trägt die Haltung ohne Erinnerung. Ohne Wiederholung und ohne Umfeld, das mitzieht, fällt jede Haltung auf ihren Ausgangswert zurück.

Wenn das Thema dich seit Monaten unverändert begleitet, unabhängig von der Situation. Wenn es auch Schlaf, Nähe und Erholung betrifft. Wenn du dich nach Gesprächen darüber regelmäßig schlechter fühlst statt klarer. Oder wenn Menschen, die dir nahestehen, dich von sich aus darauf ansprechen. Dann führt der direkte Weg über die hausärztliche oder eine psychotherapeutische Praxis — das ist kein Umweg. Wir sind Coaches, keine Ärztinnen und keine Therapeuten.

Nichts. Das PDF liegt ohne Anmeldung und ohne Newsletter bereit — 31 Seiten mit sechzehn Impulsen in drei Schritten, zwei Arbeitsblättern zum Ausdrucken, einem Check mit sechzehn Punkten und einem Sieben-Tage-Start. Jede Seite endet mit einer Übung oder einer Reflexionsfrage.

So geht es weiter

Drei Wege, weiterzugehen

Mindset-Calls und Presence Days sind Teil unserer längeren Begleitungen. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viel Zeit du dir gibst und wie oft du im echten Raum stehen willst. Gemeinsam ist allen dreien: Haltung vor Technik, Wiederholung über Monate, Rückmeldung von außen.

Presence & Performance LabWirkung mit System

Die Begleitung über drei, sechs oder zwölf Monate — mit Präsenzterminen und Calls dazwischen.

presence-performance-lab.de
Speaking LeadersExecutive Presence Mentoring

Sparring für konkrete Auftritte auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene.

speaking-leaders.de
The New Speaker CodeInhouse Speaker-Ausbildung

Für Teams, die gemeinsam eine sichtbare Sprechkultur aufbauen.

thenewspeakercode.de
Fünfzehn Minuten, ehrlich eingeordnet

Wir klären, worum es bei dir gerade geht und ob unsere Arbeit dazu passt. Kostenlos und unverbindlich — und wenn wir nicht die Richtigen sind, sagen wir das im Gespräch.

Bei Malena Gahr und Natalie Bertram landet deine Anfrage — wir melden uns innerhalb eines Werktags.

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