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Presence Paper · 31 Seiten · kostenfrei

Neunzig Sekunden entscheiden, ob dir jemand zuhört

Neunzig Sekunden entscheiden, ob dir jemand die nächsten zwanzig Minuten schenkt. Die meisten Präsentationen beginnen mit einer Agenda, dann kommt die Firmenhistorie, dann der Markt — und irgendwann das Angebot. Wer so aufbaut, verschenkt die wertvollste Minute des Termins.

Ohne Anmeldung, ohne Newsletter — direkt als PDF

Presence Paper Der Pitch in 90 Sekunden — Titelseite
Die BotschaftEine Zeile, die jemand weitererzählen kann — für wen, wofür, wodurch
Der PitchNeunzig Sekunden in fünf klaren Schritten, frei gesprochen und ohne Folien
Das DeckDieselbe Reihenfolge über zwanzig Minuten, nur mit Belegen

Drei Zahlen aus dem Paper

Entschieden wird, wenn du weg bist

Dein Termin ist nicht der Ort der Entscheidung. Entschieden wird danach, in einer Runde ohne dich. Dort zählt nur, was jemand aus deinem Termin weitererzählen kann — und das ist selten deine Foliennummer vierzehn.

Beteiligte13Menschen sind intern an einer typischen Kaufentscheidung beteiligt, dazu neun externe Einflussgeber. Wer dreizehn Leute erreichen will, braucht einen Satz — keine vierzig Folien.
Uneinigkeit74 %der B2B-Kaufteams erleben ungesunden Konflikt im Entscheidungsprozess. Uneinigkeit ist der Regelfall, nicht die Ausnahme — dein Satz muss auch dort tragen.
Ohne dich67 %der Einkäufer wollen am liebsten ohne Anbieterkontakt entscheiden. Deine Redezeit ist die Ausnahme — entsprechend sparsam darfst du damit umgehen.
Was daraus folgt
  • Dein Pitch muss die Weitergabe überstehen. Er wird zitiert, nicht vorgelesen.
  • Klarheit ist keine Höflichkeit, sondern Arbeitsteilung: Du sortierst, damit andere entscheiden können.
  • Stell dir vor, dein Gegenüber berichtet morgen in einer Runde, in der du nicht sitzt. Der eine Satz, den es dort sagt, ist dein Pitch.

Quellen: Forrester, The State of Business Buying 2026, sowie Gartner Sales Surveys 2025 und 2026.

Die Irrtümer

Vier Sätze über den Pitch, die alle kennen

Bevor wir bauen, räumen wir auf. Diese vier Sätze hört man oft — keiner davon stimmt. Und der letzte ist der teuerste, weil er wie Sorgfalt aussieht.

Irrtum 01Ein Pitch ist ein VerkaufsspruchEin Pitch ist ein Entscheidungsangebot. Du sagst, worum es geht, und machst es dem anderen leicht, Ja oder Nein zu sagen.
Irrtum 02Erst der Kontext, dann der KernKontext ohne Kern ist Vorrede. Erst wenn der Punkt steht, wird Kontext zur Einordnung.
Irrtum 03Kurz heißt oberflächlichKurz heißt sortiert. Die Arbeit steckt im Weglassen, nicht im Ausbreiten.
Irrtum 04Der Punkt zuerst heißt keine DetailsEs heißt: Details danach. Du verlierst kein Argument, du verschiebst es an die Stelle, an der es gehört.
Einordnen oder rechtfertigen

Einordnen heißt: Zusammenhang liefern, damit eine Entscheidung möglich wird. Rechtfertigen heißt: reden, bis niemand mehr widerspricht. Das eine kommt nach dem Punkt, das andere ersetzt ihn.

Für wen das Paper gemacht ist

  • Alle, die regelmäßig erklären müssen, was sie tun — im Vertrieb, in der Führung, in der Beratung, auf der Bühne
  • Wer nach dem Termin merkt, dass niemand wiedergeben kann, worum es ging
  • Teams, deren Firmenpräsentation mit Historie beginnt und beim Angebot die Zeit überzieht
  • Wer einen Satz braucht, der auch dann trägt, wenn er in einer Runde ohne ihn wiederholt wird

Wann der Punkt warten darf

  • Prüfauftrag: Gremien, die Methoden bewerten müssen, brauchen den Weg vor dem Ergebnis — Aufsichtsrat, Wissenschaft, Behörde
  • Schlechte Nachricht: erst der Sachverhalt, dann die Bewertung. Wer mit der Einordnung beginnt, wirkt beschönigend
  • Fehlendes Vertrauen: ist die Beziehung neu oder belastet, kommt Zuhören vor Sagen. Der Pitch folgt im zweiten Termin
  • Entschiedene Lage: ist die Entscheidung gefallen, brauchst du keinen Pitch, sondern ein Gespräch über das, was noch zu klären ist

Das Modell

Ein Inhalt, drei Längen

Du brauchst nicht drei Auftritte, sondern einen Inhalt in drei Längen. Jede längere Fassung beginnt mit der kürzeren — und wenn die kurze etwas anderes sagt als die lange, hast du zwei Botschaften.

Zehn SekundenZwanzig Minuten
  1. 01Die BotschaftWas ist der Punkt?Eine Zeile, die dein Gegenüber am Abend weitererzählen kann. Sie nennt, für wen du arbeitest, was sich dadurch ändert und wodurch. Höchstens zwanzig Wörter, keine Fremdwörter, kein wir sind am Anfang.
  2. 02Der PitchWarum lohnt es sich?Fünf Schritte in neunzig Sekunden: Haken, Nutzen, Unterschied, Beleg, nächster Schritt. Ohne Folien, frei gesprochen, im Aufzug wie am Messestand.
  3. 03Das DeckWie genau funktioniert es?Dieselbe Reihenfolge über zwanzig Minuten: der Pitch als Einstieg, danach Problem, Lösung, Belege und Plan. Die Agenda kommt hinter den Pitch, nicht davor.
Neunzig Sekunden, fünf Schritte
  • 10 sHaken: ein Satz, der eine Spannung öffnet. Kein Name, keine Firma
  • 20 sNutzen: was sich für dein Gegenüber ändert, in seiner Sprache
  • 20 sUnterschied: warum bei dir und nicht anderswo — nicht besser, anders
  • 25 sBeleg: ein Anker, überprüfbar. Eine Zahl, eine Referenz oder ein Beispiel
  • 15 sSchritt: was als Nächstes passieren soll, konkret, klein und mit Zeitangabe
Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar

Die Länge schon. Wer nur dreißig Sekunden hat, lässt Beleg und Unterschied weg. Wer fünf Minuten hat, verlängert den Beleg. Der Haken und der Schritt bleiben immer — und der Fehler ist selten die falsche Länge, sondern eine gekürzte Firmenvorstellung statt eines gekürzten Nutzens.

Der Pitch ist Folie eins

Titel mit Name, Anlass und Datum — zehn Sekunden. Dann eine Folie mit dem Kernsatz, zu dem du neunzig Sekunden frei sprichst. Die Agenda kommt erst danach, und nur bei langen Terminen. Wer sofort sagt, worum es geht, respektiert die Zeit im Raum.

Wenn du einen Satz mitnimmst

Sag zuerst, was jemand davon hat. Alles andere darf danach kommen — und wird dann auch gehört.

Was dich erwartet

31 Seiten — achtzehn Werkzeuge in drei Teilen

Botschaft, Pitch und Deck — dazu ein Arbeitsblatt, ein Check mit sechzehn Punkten und eine Woche, in der du es umsetzt. Ohne Schablonen, dafür mit Übungen, die du zwischen zwei Terminen schaffst.

  • 03Entschieden wird, wenn du weg bist
  • 04Vier Irrtümer über den Pitch
  • 05Das Modell: ein Inhalt, drei Längen
  • 06Der Kernsatz
  • 07Nutzen statt Merkmal
  • 08Der Unterschied, der zählt
  • 09Für wen genau
  • 10Ein Beleg reicht
  • 11Arbeitsblatt Kernsatz
  • 12Neunzig Sekunden, fünf Schritte
  • 13Der erste Satz entscheidet
  • 14Sag, was passieren soll
  • 15Ohne Folien sprechen
  • 16Vier Situationen, ein Kern
  • 17Wenn Fragen kommen
  • 18Laut, gestoppt, gekürzt
  • 19Der Pitch ist Folie eins
  • 20Was nach dem Pitch kommt
  • 21Titel, die etwas sagen
  • 22Eine Aussage je Folie
  • 23Wohin mit den Details
  • 24Wo der Punkt wartet
  • 25Aus der Praxis
  • 26Sieben Tage
  • 27Der Check
  • 28Die Essenz
  • 29Über NEOP
  • 30Drei Programme
  • 31Kontakt

So arbeitest du mit dem Paper

HeuteDas Arbeitsblatt ausfüllen: Zielgruppe, Problem, Nutzen, Unterschied, Beleg — der Kernsatz steht am Ende, nicht am Anfang.
Diese WocheSieben Tage, je zwanzig Minuten, in derselben Reihenfolge wie im Paper: erst der Satz, dann der Pitch, dann der Auftritt.
Vor dem TerminDrei Durchgänge: laut sprechen, mit Stoppuhr, jede Runde ein Viertel kürzen. Das Streichen bringt die Klarheit.
Blick ins Paper
Blick ins Paper — TitelseiteBlick ins Paper — Innenseite 1Blick ins Paper — Innenseite 2

Fragen zu Pitch und Präsentation

Was Menschen fragen, bevor sie ihren Kernsatz schreiben

Antworten aus der Trainingspraxis — auch wenn du das Paper nie herunterlädst.

Neunzig Sekunden sind kein Zufallswert: Das ist die Zeit, die dir jemand ohne Termin gibt — im Aufzug, im Flur, am Messestand. Sie reicht für fünf Schritte: Haken zehn Sekunden, Nutzen zwanzig, Unterschied zwanzig, Beleg fünfundzwanzig, nächster Schritt fünfzehn. Bei dreißig Sekunden fallen Beleg und Unterschied weg, Haken und Schritt bleiben immer.

Nach der Formel: Wir helfen [wem], [was zu erreichen], indem wir [wodurch]. Höchstens zwanzig Wörter, keine Fremdwörter, und kein wir sind am Anfang. Schreib ihn dreimal, streiche nach jeder Runde ein Viertel der Wörter und sprich das Ergebnis laut. Prüffrage: Könnte jemand den Satz nach einmal Hören wiederholen?

Nicht mit dir. Name, Firma und Rolle sind höflich und wirkungslos — der erste Satz gehört dem Thema. Vier Einstiege tragen: eine Spannungsfrage, eine konkrete Zahl, ein Widerspruch oder eine Szene in zwei Sätzen. Danach sagst du, wer du bist, und in diesem Moment interessiert es auch wirklich jemanden.

Merkmale beschreiben dich, Nutzen beschreibt die Lage deines Gegenübers. Zertifizierte Prozesse wird zu: Sie müssen nicht nachkontrollieren. Zwanzig Jahre Erfahrung wird zu: Wir kennen die Stelle, an der es teuer wird. Der Übersetzer ist eine Frage nach jedem Satz — und was heißt das für Sie? Beantworte sie, bevor sie jemand stellt.

Am Gegenprobe-Test: Lies deinen Unterschied vor und stell dir vor, dein stärkster Wettbewerber sagt genau denselben Satz. Klingt er dort auch richtig, ist es eine Branchenfloskel. Führend, innovativ, ganzheitlich sind gratis, deshalb benutzt sie jeder. Ein Unterschied kostet etwas: eine Entscheidung, die andere nicht getroffen haben.

Einen, nicht fünf. Eine Zahl mit Bezug, eine Referenz, die dein Gegenüber einordnen kann, oder ein Beispiel in zwei Sätzen. Drei Regeln für Zahlen: keine ohne Quelle, nichts, was älter als ein paar Jahre ist, und keine Prozentwerte ohne Grundgesamtheit — neunzig Prozent von zehn sind neun.

Nicht mit Melden Sie sich gern. Damit gibst du die Verantwortung ab, im schlechtesten Moment. Der Schluss ist ein nächster Schritt: klein, konkret, terminiert. Sollen wir uns nächste Woche zwanzig Minuten nehmen. Ich schicke Ihnen morgen eine Seite dazu. Ein klarer Schritt ist kein Druck — er macht auch ein Nein leicht, und das ist fairer als ein Vielleicht.

In derselben Reihenfolge, in der du pitchst: erst der Punkt, dann die Begründung. Antwort zuerst, ein Satz, der die Frage wirklich beantwortet — auch wenn sie unangenehm ist. Begründung danach, zwei Sätze, hier gehört der Beleg hin. Angebot zum Schluss: Unterlage, Termin oder Gespräch mit der Fachabteilung.

Ein Zug mehr: Zeig, dass du ihn verstanden hast, bevor du antwortest. Ein Satz reicht. Wer den Einwand überspringt, hört danach nichts anderes mehr als diesen Einwand. Und wenn du die Antwort nicht hast, sagst du genau das zuerst, dann wann du sie lieferst — das wirkt souveräner als jede Umschreibung.

Drei Durchgänge, im Stehen. Laut sprechen, nicht im Kopf — jeder Satz, über den du stolperst, ist zu geschrieben. Mit Stoppuhr: alles über neunzig Sekunden ist noch nicht sortiert. Und jede Runde ein Viertel kürzen. Hör dir nur den letzten Durchgang an, und nur auf eine Sache: ob der Nutzen ankommt.

Wie den Pitch, nur mit mehr Zeit danach. Titel zehn Sekunden, dann eine Folie mit dem Kernsatz, zu dem du neunzig Sekunden frei sprichst, dann — und erst dann — die Agenda. Danach vier Blöcke: Problem, Lösung, Belege, Plan. Die Firmengeschichte ist ein Beleg, kein Kapitel; dasselbe gilt für Standorte, Zertifikate und Teamgrößen.

Als Aussage statt als Etikett. Marktübersicht wird zu: Der Markt wächst, unser Segment nicht. Projektstatus wird zu: Zwei von drei Meilensteinen stehen. Wer nur die Titel liest, kennt danach deine Argumentation — und genau das passiert, wenn dein Deck weitergeleitet wird. Pro Folie eine Aussage, ein Bild, ein Blickpunkt.

An drei Orte. In den Anhang: Folien nach dem Ende, sortiert und beschriftet, jede mit einer Frage, die sie beantwortet. Ins Handout: eine Seite mit Kernsatz und Belegen, nicht die Folien. In den Datenraum: alles, was geprüft wird. Sag im Termin, dass es den Anhang gibt — das nimmt Druck aus dem Hauptteil.

In vier Lagen. Beim Prüfauftrag, wenn ein Gremium die Methode bewerten muss. Bei einer schlechten Nachricht, wo erst der Sachverhalt kommt und dann die Bewertung. Bei fehlendem Vertrauen, wo Zuhören vor Sagen geht. Und bei entschiedener Lage, wo es kein Pitch mehr braucht. Das Prinzip bleibt gültig, der Punkt wartet nur kurz.

Nichts. Das PDF liegt ohne Anmeldung und ohne Newsletter bereit — 31 Seiten mit achtzehn Werkzeugen in drei Teilen, einem Arbeitsblatt für den Kernsatz, einem Check mit sechzehn Punkten und einer Woche mit je zwanzig Minuten. Jede Übung passt zwischen zwei Termine.

So geht es weiter

Drei Wege, weiterzuarbeiten

Wenn du mit deinem Pitch nicht allein arbeiten willst: Diese drei Wege gibt es bei uns. Alle drei arbeiten an derselben Sache, in unterschiedlicher Tiefe — und alle drei gibt es auch inhouse, mit deinen Terminen, deinen Folien und deinem Team.

Presence & Performance LabWirkung mit System

Kommunikationstraining für Fach- und Führungskräfte — mit Live-Calls, Selbsttraining und Präsenztagen.

presence-performance-lab.de
Speaking LeadersExecutive Presence Mentoring

Mentoring für souveräne Kommunikation als Geschäftsführung oder C-Level.

speaking-leaders.de
The New Speaker CodeInhouse Speaker-Ausbildung

Die Speaker-Ausbildung für Teams und Organisationen, im eigenen Haus.

thenewspeakercode.de
Fünfzehn Minuten, die dir den nächsten Termin erleichtern

Du erzählst kurz, worum es bei dir gerade geht. Wir sagen dir, woran es aus unserer Sicht hängt — und du bekommst eine Empfehlung, auch wenn sie gegen uns spricht. Kostenlos, ohne Unterlagen.

Bei Malena Gahr und Natalie Bertram landet deine Anfrage — wir melden uns innerhalb eines Werktags.

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