Zum Inhalt springen
Presence Paper · 33 Seiten · kostenfrei

Business Storytelling — erzählen statt aufzählen

Du hast die Zahlen, die Argumente und die Folien — und am Ende nickt der Raum und entscheidet nichts. Eine Geschichte ist kein Schmuck vor dem eigentlichen Inhalt. Sie ist die Form, in der Menschen Inhalte überhaupt aufnehmen und weitergeben. Erst dadurch wird aus deinem Beitrag ein Satz, den jemand wiederholt, wenn du nicht im Raum bist.

Ohne Anmeldung, ohne Newsletter — direkt als PDF

Presence Paper Business Storytelling — Titelseite
KernDie eine Botschaft und der Widerspruch dahinter
BogenVier Stationen — in fünf Minuten wie in fünfundvierzig
BühneStimme, Pause, Einwände und der letzte Satz

Drei Zahlen aus dem Paper

Der Arbeitstag ist kein Zuhörraum

Deine Zuhörer sind nicht unaufmerksam. Sie sind ausgelastet. Wer alle zwei Minuten unterbrochen wird, hört keine Argumentationskette — sondern Fragmente. Was in diesem Zustand hängen bleibt, muss eine Form haben, die sich von selbst zusammensetzt.

Unterbrechungen275pro Arbeitstag. Im Schnitt alle zwei Minuten etwas Neues — zu wenig Zeit für eine Kette aus zwanzig Argumenten.
Chat-Nachrichten153pro Tag. Jede davon unterbricht an einer beliebigen Stelle, nicht an einer sinnvollen.
E-Mails117pro Tag. Wer in dieser Taktung gehört werden will, braucht eine Form, die auch nach der Unterbrechung noch trägt.
Was daraus folgt
  • Struktur schlägt Umfang. Eine Erzählung überlebt Unterbrechung, eine Liste nicht.
  • Wer zwanzig Argumente nennt, hinterlässt nichts. Wer eines erzählt und belegt, hinterlässt einen Satz.
  • Die Frage nach jedem Termin: Was hätte eine Teilnehmerin am Abend noch aus dem Kopf wiedergeben können?

Microsoft Work Trend Index 2025, Auswertung zum Arbeitstag in Microsoft 365.

Die Abgrenzung

Ich will keine Geschichten erzählen — ich habe Zahlen

Der häufigste Einwand in unseren Seminaren — und berechtigt, wenn man Storytelling für Unterhaltung hält. Es ist das Gegenteil davon: eine Ordnung, die Zahlen verständlich macht. Der Unterschied zeigt sich an drei Formen, die oft verwechselt werden.

Form 01BerichtVollständig und ohne Wertung. Richtig im Protokoll, wirkungslos im Meeting — er endet mit dem Ereignis.
Form 02AnekdoteUnterhaltsam, aber ohne Konsequenz. Erzeugt Sympathie, keine Entscheidung.
Form 03Business StoryWiderspruch, Beleg, Konsequenz. Erzeugt eine Entscheidung — auch eine gegen dich.
Der Unterschied

Erzähl nicht, was passiert ist, sondern was daraus folgt. Der Bericht endet mit dem Ereignis, die Erzählung mit einer Konsequenz — und erst die Konsequenz macht die Zahl relevant. Vollständigkeit ist Höflichkeit gegenüber dem Stoff, nicht gegenüber dem Raum.

Für wen das Paper gemacht ist

  • Fach- und Führungskräfte, die vor Menschen sprechen — im Meeting, im Vorstand, auf der Bühne und vor der Kamera
  • Wer gründlich vorbereitet und danach merkt, dass niemand einen Satz behalten hat
  • Alle, die Zahlen vertreten müssen und wollen, dass sie auch ohne Folie verstanden werden
  • Teams, die eine Veränderung erklären, ohne dass sie nach Willkür klingt

Wofür es nicht reicht

  • Es ist keine Sammlung von Anekdoten. Wer nur unterhalten will, braucht dieses Paper nicht
  • Ohne echten Anlass aus dem eigenen Kalender bleibt jede Übung Theorie
  • Es ersetzt keinen Inhalt: Fällt dir kein Widerspruch ein, hast du eine Information und keine Geschichte
Die Lage

Deine Zuhörer sind nicht unaufmerksam — sie sind ausgelastet

275 Unterbrechungen an einem Arbeitstag, 153 Chat-Nachrichten, 117 E-Mails. Wer alle zwei Minuten unterbrochen wird, hört keine Argumentationskette, sondern Fragmente. Was in diesem Zustand hängen bleibt, muss eine Form haben, die sich von selbst zusammensetzt: Eine Liste überlebt keine Unterbrechung, eine Erzählung schon.

Microsoft Work Trend Index 2025, Auswertung zum Arbeitstag in Microsoft 365

Der Bogen — vier Stationen, jede Länge

01AusgangslageWo alle heute stehen. Zwei Sätze reichen, wenn alle im Raum die Lage kennen.Bisher war es so: jede Anfrage läuft über zwei Systeme und drei Zuständigkeiten.
02SpannungWas nicht mehr trägt. Ein Zielkonflikt, eine Erwartungslücke oder Zeitdruck — benannt als Satz, nicht als Lagebeschreibung.Wir wollen schneller liefern und gleichzeitig sorgfältiger prüfen.
03WendepunktDie eine Entscheidung. Fehlt sie, gibt es eine Beschreibung und danach eine Bitte, aber nichts dazwischen.Deshalb haben wir die Prüfung nach vorne gezogen, statt sie am Ende anzuhängen.
04ErgebnisWas danach anders ist — konkret. Sag, was ab Montag gilt, nicht was mittelfristig möglich wäre.Das führt dazu, dass jede Anfrage zwei Tage früher beim Kunden ist.

Woran es meistens scheitert

Ausgangslage zu langWer die Lage ausbreitet, die alle kennen, verbraucht die Aufmerksamkeit, bevor der Punkt kommt.Zwei Sätze, dann weiter
Wendepunkt fehltOhne Entscheidung in der Mitte folgt auf die Beschreibung direkt die Bitte. Dazwischen fällt der Grund weg.Nenne die eine Entscheidung
Ergebnis bleibt vageMittelfristig, perspektivisch, nachhaltig — Wörter, die nichts festlegen und deshalb nichts auslösen.Sag, was ab Montag anders ist
Vorstellung am AnfangDie eigene Vorstellung kostet die ersten Sekunden, in denen entschieden wird, ob man zuhört.Ans Ende oder in die Signatur
Zwei Vorschläge statt einemWer wählen lässt, bekommt keine Entscheidung, sondern eine Vertagung. Konjunktive wirken genauso.Ein Vorschlag, kein Würden

Die Storyline in sechs Sätzen

Diese Vorlage steht als Arbeitsblatt im Paper. Füll sie in dieser Reihenfolge aus, auch wenn du Satz vier schon kennst — die Reihenfolge ist das Werkzeug. Sechs Sätze dauern etwa eine Minute und sind deine Kurzfassung für jeden Flurtermin.

01Bisher war es soDie Ausgangslage in einem Satz.
02Jeden Tag passiertWas daran normal geworden ist.
03Bis zu dem Punkt, an demDer Widerspruch bricht auf.
04Deshalb haben wirDie Entscheidung oder der Vorschlag.
05Das führt dazu, dassDie konkrete Folge, möglichst mit Zahl.
06Und jetzt brauche ich von euchDie Bitte, klar adressiert. Fehlt dieser Satz, war es ein Bericht.

Was dich erwartet

33 Seiten — vom Kern bis zur Bühne

Drei Ebenen, dreiundzwanzig Werkzeuge, zwei Arbeitsblätter und ein Durchgang in sieben Tagen. Jedes Werkzeug steht auf einer Seite und endet mit einer Übung zwischen vier und zwanzig Minuten — mit deinem eigenen nächsten Termin als Material.

  • 01Der Arbeitstag ist kein Zuhörraum
  • 02Storytelling ist keine Anekdote
  • 03Das Modell: Kern, Bogen, Bühne
  • 04Ein Satz, den man weitererzählen kann
  • 05Ohne Konflikt keine Geschichte
  • 06Erst das Publikum, dann der Stoff
  • 07Ein Beleg schlägt drei Behauptungen
  • 08Sätze, die zitiert werden
  • 09Arbeitsblatt: deine Kernbotschaft
  • 10Vier Stationen, ein Bogen
  • 11Die ersten dreißig Sekunden
  • 12Sechs Sätze, eine Storyline
  • 13Jede Rede braucht eine Landung
  • 14Folien sind ein Bühnenbild
  • 15Neunzig Sekunden, vier Abschnitte
  • 16Arbeitsblatt: deine Storyline
  • 17Frei reden heißt nicht auswendig
  • 18Die Pause ist ein Werkzeug
  • 19Der Blick baut die Brücke
  • 20Der Einwand ist dein Material
  • 21Vor der Kamera wird alles enger
  • 22Die KI als Sparringspartner
  • 23Was die KI nicht übernimmt
  • 24Aus der Praxis: drei Situationen
  • 25Dein Start: sieben Tage
  • 26Der Check vor dem Auftritt
  • 27Die Essenz in zehn Sätzen
  • 28Über New Era of Presence
  • 29Die drei Programme
  • 30Der nächste Schritt

So arbeitest du mit dem Paper

HeuteZwanzig Minuten: Anlass wählen, Widerspruch formulieren, Kernsatz schreiben und dreimal kürzen.
Diese WocheSieben Tage nach Plan: Beleg, sechs Sätze, Einstieg und Landung. Am Ende einmal frei sprechen und aufnehmen.
Dieser MonatFür jeden weiteren Anlass brauchst du etwa eine Stunde. Die Folien kommen zuletzt, nicht zuerst.
Blick ins Paper
Blick ins Paper — TitelseiteBlick ins Paper — Innenseite 1Blick ins Paper — Innenseite 2
Häufige Fragen

Was Menschen fragen, bevor sie das nächste Mal vorne stehen

Auch wenn du nie bei uns buchst.

Eine Ordnung, die Zahlen verständlich macht — nicht Unterhaltung. Ein Bericht ist vollständig und ohne Wertung, eine Anekdote unterhält ohne Konsequenz. Eine Business Story hat Widerspruch, Beleg und Konsequenz und erzeugt damit eine Entscheidung, auch gegen dich. Sie arbeitet in drei Ebenen: Kern, also die eine Botschaft, Bogen, also die Reihenfolge, und Bühne, also dein Auftritt.

So geht es weiter

Drei Wege, weiterzuarbeiten

Das Paper liefert die Struktur. Was es nicht liefert, ist die Rückmeldung auf deine eigene Geschichte — und genau daran entscheidet sich, ob sie trägt. Dafür gibt es drei Wege, je nachdem, ob du allein, als Führungskraft oder im Team arbeitest.

Presence & Performance LabWirkung mit System

Regelmäßiges Training mit Live-Calls, Selbsttraining und Präsenztagen — deine Storyline bekommt dort eine Antwort.

presence-performance-lab.de
Speaking LeadersExecutive Presence Mentoring

Mentoring für souveräne Kommunikation als Geschäftsführung oder C-Level.

speaking-leaders.de
The New Speaker CodeInhouse Speaker-Ausbildung

Die Speaker-Ausbildung für Teams und Organisationen, im eigenen Haus.

thenewspeakercode.de
Fünfzehn Minuten über deinen nächsten Auftritt

Erzähl uns, welcher Termin ansteht und was danach anders sein soll. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, wo dein größter Hebel liegt — unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.

Bei Malena Gahr und Natalie Bertram landet deine Anfrage — wir melden uns innerhalb eines Werktags.

Erstgespräch buchen